Radverkehrsförderung Juli 2020

Gemeinsam mit Mitgliedern der Agenda Radfahren in Ravensburg suchten Vertreter*innen der Grünen Stadtratsfraktion als auch des Ortschaftsrates nach Lösungen, wie Radfahren sicherer und attraktiver werden kann.

Sie waren sich darin einig, dass erst wenn es möglich ist, sicherer Rad zu fahren, auch mehr Menschen bereit sind, ihr Auto zugunsten des Fahrrads stehen zu lassen. Dass in Ravensburg die Umsetzung des Radverkehrskonzepts viel zu langsam voranschreitet wurde von allen kritisiert. Obwohl in den letzten Jahren die Mittel für den Radverkehr erhöht wurden und in der Beschlusslage des Klimakonsenses weiter erhöht werden soll, müssen die Anstrengungen wesentlich ambitionierter sein, damit spürbare Verbesserungen eintreten. Vor allem muss endlich dem Radverkehr mehr öffentliche Flächen zugestanden werden. Dies ist eine wesentliche Stellschraube, damit weitere durchgängige Schutzstreifen angelegt oder massive Gefahrenstellen entlang parkender PKW entfernt werden können. „Während des weitgehenden lockdowns sind manche Städte mutig gewesen und haben z.B. Fahrspuren ausschließlich für Radfahrende geschaffen. Dies würden wir uns für Ravensburg auch wünschen“. So die Aussage der Anwesenden und sie hoffen, dass die vorübergehende starke Zunahme des Radverkehrs dann auch wieder eintritt und weiter zunimmt. „Dies ist das Erfolgsrezept radfreundlicher Städte: je mehr Radfahrende unterwegs sind, desto sicherer fühlt man sich. Dort ist es für den Autoverkehr auch eine Selbstverständlichkeit, auf den Radverkehr zu achten“. Aber dafür muss die Stadt und ihre Ortschaften in Vorleistung gehen mit einer besseren Radinfrastruktur.