Manne Lucha MdL: Bewerbung als Kandidat für den Landtag im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang

Zur Landtagswahl am 14. März 2021 möchte ich erneut als Euer Kandidat, als Kandidat des Wahlkreises 69, in den Wahlkampf um ein Landtagsmandat ziehen. Mit Carmen Kremer als Zweitkandidatin und Eurer Unterstützung können wir nach 2016 erneut das Direktmandat für unseren Wahlkreis holen und so den Erfolg verstetigen, der grüne Politik in der Region und im Land auszeichnet.

Ursprünglich wollten wir uns im März dieses Jahres bereits zur Nominierungsversammlung treffen. Doch dann kam Corona – und die Welt veränderte sich in einer Geschwindigkeit, wie wir sie alle noch nie erlebt hatten. Es gab kein Drehbuch für das, was auf uns zukam. Auch für mich als den für die Gesundheitspolitik im Land zuständigen Minister waren das natürlich harte, lange und lehrreiche Wochen. Das Wichtigste dabei: Unsere Gesellschaft hat in dieser Krise zusammengehalten. Wir haben alle zusammen angepackt und uns gegen die Ausbreitung des Virus gestemmt. Und dass wir Grüne uns nun im Juli zur Nominierungsversammlung treffen können, ist ein Zeichen dafür, wie gut wir alle gemeinsam diese Pandemie im Land gemeistert haben. Doch nicht nur Corona hat das Leben jeder und jedes Einzelnen von uns radikal verändert. Verschwörungstheoretiker haben die große Unsicherheit genutzt und mit Lügen und Halbwahrheiten eine noch größere Verunsicherung ausgelöst. Rassistisch motivierte Gewalttaten in USA haben eine für eine weltweite Solidarisierung gesorgt. Der Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung hat auch bei uns viele Menschen erreicht und bewegt. Umso mehr gilt es nun, die Werte und Überzeugungen, die uns als Grüne einen, offensiv zu vertreten. Nichts von dem, was wir bisher gemeinsam erreicht haben, ist selbstverständlich. Es muss immer wieder neu erkämpft werden. Es geht heute wie gestern um Solidarität – jetzt auch mit Abstand. Es geht darum, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken gegen die Kräfte, die uns auseinandertreiben wollen. Es geht darum, dass alle Menschen, die bei uns leben, die gleichen und unveräußerlichen Rechte haben. Darum kandidiere ich erneut um das Landtagsmandat dieses Wahlkreises und bitte Euch um Eure Stimme.

1996 hatte ich mit Eurer Unterstützung das erste Mal für den Landtag in Stuttgart kandidiert. 2011 wurde ich erstmals als Grüner Wahlkreisabgeordneter des Wahlkreises 69 in den Landtag gewählt. 2016 ist es uns gelungen, sogar das Direktmandat zu holen. Seither vertrete ich den Wahlkreis als direkt gewählter Abgeordneter. Heute können wir sagen: Die Wende ist eingeleitet. Wir haben die Kräfte ermutigt und gestärkt, die sich für eine vielfältige, weltoffene, soziale, ökologische, wirtschaftsstarke und zukunftsorientierte Heimat einsetzen. Wir haben es geschafft, aus der einst schwarzen Hochburg eine grüne Vorzeigeregion zu machen.

Die grüne Vorzeigeregion weiterentwickeln. Jetzt gilt es, das Erreichte weiterzuentwickeln. Uns eint die Überzeugung, dass niemand zurückgelassen werden darf, dass es keine Ränder der Gesellschaft gibt, sondern alle mittendrin sind. Das gilt für Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, von denen in unserer Region ganz besonders viele leben. Das gilt für Geflüchtete, die mit einer nie dagewesenen Willkommenskultur von ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern und professionellen Integrationsmanager*innen aufgenommen wurden. Das gilt für alte und pflegebedürftige Menschen, die in ihrer vertrauten Umgebung bleiben wollen, auch wenn sie pflegebedürftig werden. Als Vorsitzender des Arbeitskreises Soziales der Grünen Landtagsfraktion und als Stellvertretender Vorsitzender in der Enquètekommission „Pflege“ in der Legislaturperiode 2011 bis 2016 habe ich mich für diese Menschen ganz besonders eingesetzt und gemeinsam mit Ihnen und mit Euch viel erreicht. Als Minister für Soziales und Integration, als „Gesellschaftsminister“, wie Winfried Kretschmann sagte, konnte ich seit 2016 diese Arbeit noch intensivieren.   Durch unsere Strategie „Quartier 2020“ haben wir in der aktuellen Legislaturperiode eine ganz neue Bürger*innen-Bewegung im Land wachgerufen. In immer mehr Kommunen nehmen die Menschen die Frage: „Wie wollen wir künftig gemeinsam leben im Quartier und im Ort?“ selbst in die Hand, entwickeln Ideen und Konzepte und setzen sie mit unserer Unterstützung auch um. Diese Erfolge spornen mich an, weiterzumachen.   Und wir dürfen ja auch nicht nachlassen, bei allen Erfolgen, die wir erzielt haben. Es geht mehr denn je darum, die freiheitliche Gesellschaft, für die wir so viele Jahrzehnte gekämpft haben, zu erhalten und gegen ihre Gegner zu verteidigen. Wie sehr hat sich in wenigen Jahren gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in den sogenannten sozialen Medien breit gemacht! Gegen die Menschen, für die wir uns einsetzen, hetzen die Ewiggestrigen vom rechten Rand mit blankem Hass und bedrohen sie. Indem wir hinstehen für Schwule, Lesben, Trans-Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen jeder Hautfarbe, Menschen mit Behinderung und Hilfebedarf, sorgen wir dafür, dass unsere Gesellschaft offen bleibt, dass jede und jeder in ihr einen Platz hat. Nur diejenigen gilt es zu bekämpfen, die die Toleranz einer offenen Gesellschaft missbrauchen wollen, um eine intolerante, ausgrenzende Gesellschaft zu schaffen.

Verwurzelt an der Basis, unterwegs im ganzen Land. Mehrere Jahrzehnte habe ich als Gemeinderat und Kreisrat an der Basis mein politisches Handwerk gelernt. Ich habe zugehört, diskutiert, und nach praktischen Lösungen gesucht. Diese Erfahrung und dieses Wissen haben mir dabei geholfen, seit 2011 als Abgeordneter und seit 2016 zusätzlich als Minister für Soziales und Integration, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort im Auge zu behalten. Gute Lösungen sind Kompromisse, die alle Seiten mittragen können. Das ist auch heute meine Überzeugung. Gerade als größte Regierungsfraktion müssen wir bestrebt sein, alle mitzunehmen. Denn wir machen Politik für alle Menschen im Land und nicht nur für ein bestimmtes Klientel. Deshalb steht für uns die „Politik des Gehörtwerdens“ im Zentrum unserer Arbeit. Ich versuche, diese Politik bei meinen vielen Vor-Ort-Terminen im ganzen Land aber natürlich auch in meiner Heimat ganz praktisch umzusetzen und zu leben. Wenn irgend möglich, fehle ich bei keiner Kreismitgliederversammlung. Wenn ein Ortsverband gegründet wird, wie in Aulendorf oder jüngst in Horgenzell, bin ich gerne dabei und werbe für grünes Engagement im unmittelbaren Lebensumfeld. Denn: Vor Ort, in den Kommunen und Regionen, entscheidet sich, ob wir die drängenden Themen der Gegenwart und Zukunft meistern. Ich bin überzeugt: Wir Grünen haben die Konzepte dafür.

Wir haben die Konzepte – lasst sie uns gemeinsam umsetzen! Gemeinsam schaffen wir es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen. Wir stehen zusammen, um die Errungenschaften unserer freiheitlichen Demokratie gegen rückwärtsgewandte Strömungen zu schützen. Mit unserer Politik geben wir den Menschen, die zu uns kommen, die Mittel an die Hand, um sich erfolgreich zu integrieren. Wir zeigen, dass die Verkehrswende hin zu einer klimaneutralen Mobilität möglich ist. Wir unterstützen die Schulen, die jedem Kind unabhängig von seiner Herkunft, Hautfarbe und Familie denselben Startchancen ermöglichen. Wir schaffen mit dem Umbau zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Industrie zukunftssichere Arbeitsplätze. Vor Ort, in der Region und im ganzen Land.

Teamplayer im grünen Frauen- und Männerteam. Ich habe mich immer als Teamplayer im grünen Frauen- und Männerteam Oberschwaben verstanden, das nur gemeinsam erfolgreich sein kann. An diesem Selbstverständnis hat sich nichts geändert. Auch in der kommenden Legislaturperiode möchte ich mit Euch zusammen an unseren gemeinsamen Zielen weiterarbeiten. Dafür bringe ich mich in der Kreismitgliederversammlung genauso ein wie im Landesvorstand unserer Partei, in der Fraktion, in der Regierung und auf bundespolitischer Arbeitsebene, etwa im Bundesrat. Gerne nehme ich die Herausforderung an, mich weitere fünf Jahre für das Land und den Wahlkreis einzusetzen. Dafür bitte ich um Euer Vertrauen.

Euer Manne Lucha