Baindt

Außenstehenden mag Baindt vor allem von der "Baindter Steige" bekannt sein, die vor dem Bau der B30 neu das nördliche Tor zum Schussental bildete. Der Ort hat aber weit mehr zu bieten:

1240 wurde das dortige Zisterzienserinnen-Kloster erstmals urkundlich erwähnt, das 1525 im Bauernaufstand niedergebrannt wurde.

1826 begann die Geschichte Baindts als eigenständige Ortsgemeinde; zunächst umfasste die neue Gemeinde auch Baienfurt, Niederbiegen, Briach und Kümmerazhofen als Ortsteile. Die heutigen Gemeindegrenzen wurden 1848 festgelegt. Die zweite Hälfte des 20. Jhdts. zeichnete sich durch ein rasantes Wachstum von 1280 Einwohnern 1950 auf 5090 Einwohner 2015 aus.

Lange war das Ortsleben durch die B30-Ortsdurchfahrt und die damit einhergehenden Belastungen geprägt. Deren Verlegung hat die Sanierung des Ortskerns und eine damit verbundene Verbesserung der Infrastruktur begünstigt.

Zur Gemeinde gehören zwei Naturschutzgebiete: Der Annaberg, wo früher Kies abgebaut wurde und der heute seltenen Pflanzenarten Heimat bietet, und der Schenkenwald an der Grenze zu Fronreute im Schussental.

Über den Ort hinaus bekannt ist die Heimsonderschule für Blinde und Sehbehinderte der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn.

Kommunalpolitik

Die Kommunalpolitik in Baindt wird bisher von den Freien Wählern (9 Sitze) und der CDU (5 Sitze) bestimmt.

Bündnis 90/Die Grünen wollen dazu nun eine moderne, klima- und umweltbewusste Alternative anbieten und stellen 2019 erstmals eine eigene Liste in Baindt auf.