DIE GRÜNEN IM KREIS RAVENSBURG

Wilhelmsdorf - die Brüdergemeinde im Ried

Wilhelmsdorf ist eine vergleichsweise junge Siedlung: es wurde erst 1824 als pietistische Tochtersiedlung der Gemeinde in Korntal auf von König Wilhelm I. von Württemberg zur Verfügung gestelltem, bis dahin unfruchtbarem Moorland im Pfrunger Ried errichtet.

Die Siedler legten das Moor trocken und versuchten, es urbar zu machen. Das aber war mit großen Schwierigkeiten und Opfern verbunden. Aus den von den Siedlern begründeten sozialen und diakonischen Einrichtungen entwickelte sich aber bald ein zweites Standbein. Heute sind die "Zieglerschen" (früher: Zieglersche Anstalten) wichtigster Arbeitgeber in Wilhelmsdorf.

Im Zuge der Gemeindereform wurde das evangelische Wilhelmsdorf 1973 mit den katholischen Gemeinden Esenhausen, Pfrungen und Zußdorf vereinigt.

Das Pfrunger-Burgweiler Ried ist mit 2.600 Hektar nach dem Federseegebiet das zweitgrößte zusammenhängende Moorgebiet Südwestdeutschlands. Bereits seit 10 Jahren läuft das Naturschutzgroßprojekt, welches durch Wiedervernässung diesen besonderen Lebensraum erhalten möchte. Träger ist die Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried. Ihr gehören der Schwäbische Heimatbund, Wilhelmsdorf und die anderen umliegenden Gemeinden sowie die Landkreise Ravensburg und Sigmaringen und das Land Baden-Württemberg an.

Das Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf, betreut schon seit 1990 das Pfrunger-Burgweiler Ried. Im Mai 2012 konnte der Neubau in preisgekrönter Holzbauweise, mit erweiterter Ausstellung, eröffnet werden. Das NSZ veranstaltet viele Führungen und jährlich besuchen etwa 5.000 bis 6.000 SchülerInnen das Zentrum, um Natur- und Entstehungsgeschichte des Rieds kennen zu lernen und sich mit aktivem Umweltschutz zu beschäftigen.

Kommunalpolitisch engagieren sich die Grünen in Wilhelmsdorf in der Fraktion "Natürlich anders", die derzeit 3 Sitze im Gemeinderat hat.